Salzburger Almenweg – in 11 Tagen durch die Salzburger Alpen

Blick zum Dachstein

150 Kilometer vom Hochkönig, über Bad Gastein, Hüttschlag, St. Johann im Pongau und zurück zum Hochkönig (27.06. – 07.07.2020)

Motivation:

Mit Hund und Freund im Gepäck startete ich 2018 meine erste Hüttentour. Damals war das die Dreiländertour, unter anderem durch das Hochgebirge im Nationalpark Hohe Tauern. 2019 wurde ich dann zum Wiederholungstäter und begab mich nur mit Hund auf den Karwendelhöhenweg.

2020 wollten wir mal wieder gemeinsam unterwegs sein. Da mein Freund allerdings nicht so begeistert vom Schlafen auf Hütten ist (zu laut, teilweise keine guten Betten, enger Hüttenschlafsack,…), haben wir uns für eine etwas andere Art der Hüttentour entschieden, nämlich für den Salzburger Almenweg: https://www.salzburger-almenweg.at/de.

Was unterscheidet einen Almenweg von einer üblichen Hüttentour?

Das Symbol des Salzburger Almenweg ist der Enzian – teilweise groß wie hier oder kleine Sticker auf den Wanderschildern für eine einfache Orientierung.

Bei dem Almenweg schläft man nicht auf Schutzhütten, wie z.B. vom DAV, sondern auf Almen, gemeinsam mit den Bewohnern der Alm (Tier und Mensch ☺ ). Somit ist das Ganze (teilweise) etwas luxuriöser. Ebenso ermöglichen die oft kurzen Etappen des Salzburger Almenwegs, dass man diese individuell kombinieren und an seine eigenen Bedürfnisse und Kräfte anpassen kann. Man geht entweder jede Etappe einzeln und ist dann 31 Tage unterwegs oder man verbindet die Etappen individuell, so wie wir es gemacht haben. Es gibt unzählige Almen auf der Tour, sodass es überhaupt kein Problem darstellt. Man sollte allerdings vorher mit den Almenbetreibern sprechen, da auch nicht alle Hunde beherbergen.

Eine der unzähligen Almen auf der Tour

Wir haben uns auch nur teilweise für die offiziellen Etappen entschieden und sind aufgrund der Zeitknappheit nicht den kompletten Salzburger Almenweg gegangen. Dieser erstreckt sich nämlich von Pfarrwerfen (Nähe Bischofshofen), über Bad Gastein, Hüttschlag, Flachau, Zauchensee, Obertauern, Filzmoos (am Dachstein vorbei) und über das Tennengebirge zurück zum Ausgangspunkt beim Hochkönig. Wenn man die Zeit hat, ist es sicherlich genial die gesamte Tour zu gehen und nicht (wie wir) den Dachstein nur aus der Ferne zu sehen. Vielleicht starten wir ja nochmal zu einem anderen Zeitpunkt und gehen die andere Hälfte.

Für wen ist der Salzburger Almenweg geeignet?

Das Praktische und vor allem für Einsteiger sehr geeignet ist die Tatsache, dass man am Salzburger Almenweg nur sehr selten im hochalpinen Gelände unterwegs ist. Im Durchschnitt lagen wir zwischen 1.190m (Durchschnitt niedrigster Punkt) und 2.041m (Durchschnitt höchster Punkt). Viele der Wege sind leichte (blaue Wandermarkierungen, z.B. Forstwege) oder mittelschwere Bergwege (rote Wandermarkierungen). Somit ist der Salzburger Almenweg perfekt für Leute geeignet, die sich zunächst an das Gefühl gewöhnen wollen einige Tage mit Rucksack unterwegs zu sein ohne sich direkt in gefährliches hochalpines Gelände zu wagen. Ebenso kann man so den Hund trainieren oder überhaupt erstmal Erfahrungen sammeln.

Fitnesslevel:

Beim Planen der Route solltet ihr auf euer Fitnesslevel achten. Wir sind regelmäßig beim Wandern und auch so sportlich aktiv. Wir sind in den 11 Tagen in Summe 149,81 Kilometer gelaufen, haben 9.359 Höhenmeter nach oben und 6.172 nach unten gemeistert. Im Durchschnitt sind wir also 14,44 Kilometer gelaufen und haben dabei durchschnittlich 850 Höhenmeter rauf und 561 runter zurückgelegt. Das klingt für den ein oder anderen eventuell nach einer gemütlichen Halbtageswanderung, aber man darf einfach nicht vergessen, dass man einen Rucksack dabei hat. Vor allem wenn es warm ist, hat man das Gefühl sich überhaupt nicht zu bewegen. Um wirklich Freude beim Wandern zu haben solltet ihr also mit weniger Kilometern und Höhenmetern planen als beim normalen Wandern.

Etappenübersicht:

Hier zunächst eine Übersicht über die Etappen. Die Tracks dazu findet ihr auf Bergfex (in den jeweiligen Tagesetappen verlinkt).

TagStartZielDistanzAnstiegAbstiegNiedrigster PunktHöchster Punkt
1DientalmGoldegg16,45km639m1.144m860m1.913m
2GoldeggKögerlalm10,17km756m245m648m1.368m
3KögerlalmPräuaualm12,42km866m418m1.368m1.948
4PräuaualmBiberalm7,24km382m432m1.768m2.140m
5BiberalmBad Hofgastein13,6km1.292m692m848m2.026m
6Bad HofgasteinBad Gastein13,01km677m787m1.080m1.826m
7Bad GasteinOberharbachalm13,8km1.037m479m1.037m2.052m
8HüttschlagDraugsteinalm9,52km838m63m960m1.735m
Optional:Tappenkarsee und zurück6,32km469m443m1.794m2.042m
9DraugsteinalmUnterwandalm13,97km540m762m1.574m2.135m
10UnterwandalmSt. Johann im Pongau15,4km778m397m585m1.745m
11St. Johann im PongauDientalm17,91km1.085m310m569m1.525m
Gesamt149,81km9.359m6.172m
Durchschnittpro Tag14,44km850m561m

Nachdem wir unsere Etappen geplant und uns bei den Almen angemeldet haben, konnte es Ende Juni dann endlich losgehen. Die ausführliche Beschreibung der jeweiligen Tagesetappen findet ihr in den einzelnen Kapiteln (auf mobilen Endgeräten unterhalb dieses Beitrags, beim Laptop befindet sich das Menü links).

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